Schublade 36
Briefe aus Schublade 36.
Jede Uhr, die wir verkaufen, kommt mit einem Text. Hier liegt die Sammlung — auch von Uhren, die längst weiterverkauft sind.
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Eine frisch revisionierte Uhr ist ein Versprechen.
Eine frisch revisionierte Uhr ist ein Versprechen.Alpina ist eine Schweizer Marke mit tiefen Wurzeln, gegründet im neunzehnten Jahrhundert, nie so laut wie manche, aber immer ernst gemeint. Die President war ihre Automatik für den Alltag, eine Anzuguhr für Menschen, die eine verlässliche Schweizer Uhr wollten, ohne den größten Namen am...
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Viel Uhr für wenig Geld.
Nicht jede Uhr erzählt von Reichtum. Diese erzählt von Alltag.Anker war eine deutsche Marke für Menschen, die eine zuverlässige Uhr wollten, ohne ein Vermögen auszugeben. Kein Name aus dem Auktionskatalog, keine Manufakturlegende. Anker baute Uhren, die getragen wurden, jeden Tag, von Handwerkern, Angestellten, Schülern. Uhren, die nichts beweisen mussten.Das Zifferblatt...
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Die Citizen Cal. 8210A, oder: die Uhr, die alle hatten und niemand bemerkte
Es gab in den späten 1970ern und frühen 1980ern eine Uhr, die in deutschen Schreibtischschubladen, in väterlichen Garderoben und an Vater-Sohn-Geburtstagen häufiger lag als jede andere automatische Uhr aus Japan. Die meisten Leute, die sie trugen, wussten nicht, dass sie sie trugen. Sie kauften eine Citizen Automatic im Kaufhaus oder...
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Der ehrliche Werktag
Wir müssen mit einer Tatsache beginnen, die andere Verkäufer verschweigen. Das Gehäuse dieser Uhr ist nicht aus Edelstahl. Auf dem Boden steht BASE METAL SSPD — verchromtes Grundmetall, mit einem Deckel aus Stahl. Wer Edelstahl sucht, sucht woanders weiter. Wer eine ehrliche Gebrauchsuhr sucht, liest bitte weiter.Was hier vor uns...
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Was zweihundertzwanzig Mark bedeuten
An ihrem Lederband hängt noch das Schild. Auf der Vorderseite steht der Name in roten Lettern, Dugena, dann eine Zahl: 220.- Auf der Rückseite eine Referenz, X 2152, und ein Kaliber, 4002 ST. Diese Uhr wurde nicht verkauft. Sie hat in einer Schublade oder einem Schaufenster die Zeit überdauert, mit...
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Wenn Pforzheim Genf hieß
In den siebziger Jahren saß die Dugena Genossenschaft in Pforzheim. Schwarzwaldkante, Goldstadt, die Stadt der Schmuckhersteller. Und dennoch stand auf manchen ihrer Uhren das Wort, das alle Schweizer Konkurrenz zusammen weniger gut gemacht hatte. Geneve. Eine kleine Lüge, die nicht ganz log. Die Uhr selbst war Schweizer, das Werk auch,...
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Was ein Zifferblatt sein kann
Die meisten Zifferblätter wollen verschwinden. Sie sind eine Bühne für die Zeiger, sie sind ein Hintergrund für die Indices, sie sind das, was zwischen dem Glas und dem Werk liegt und möglichst still dort liegen soll. Eine schwarze Fläche, eine silberne Fläche, ein Sonnenschliff für die Eitelkeit. Sie sollen die...
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Ein Rennstreckenname an einer Uhr für jeden Tag.
Monza. Der Name einer Rennstrecke an einer Uhr für jeden Tag.Dugena war die Marke der Deutschen Uhrmacher-Genossenschaft, die gute Uhren zu vernünftigen Preisen über das Fachgeschäft verkaufte. Die Monza lieh sich einen Rennstreckennamen für eine ehrliche Automatik der siebziger Jahre. Kein Chronograph, kein Rennwagen am Handgelenk, aber ein Stück, das...
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Patina ist kein Makel. Sie ist ein Beweis.
Patina ist kein Makel. Sie ist ein Beweis.Dugena war die Marke der Deutschen Uhrmacher-Genossenschaft, ein Zusammenschluss, der gute Uhren zu vernünftigen Preisen über das Fachgeschäft verkaufte. Die Precision war ihre klassische Handaufzugsuhr, eine Anzuguhr für den Alltag, gebaut für Menschen, die eine ordentliche Uhr wollten und keine Show.Das Zifferblatt war...
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Die deutsche Uhr fährt in den Süden
In den späten fünfziger und frühen sechziger Jahren erfanden die Deutschen einen neuen Begriff. Italienreise. Es war die Zeit, in der eine Familie aus Wuppertal oder Hannover sich einen Käfer kaufte, ein Zelt auf den Dachgepäckträger schnürte, und über die Brenner Autobahn nach Rimini fuhr. Sonne, Wein, Meer. Ein Versprechen,...
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Eine Taucheruhr muss nicht aus Genf kommen.
Eine Taucheruhr muss nicht aus Genf kommen.Dugena war die Marke der Deutschen Uhrmacher-Genossenschaft, ein Zusammenschluss deutscher Uhrmacher, der gute Uhren zu vernünftigen Preisen über das Fachgeschäft verkaufte. Die Watertrip war ihre Taucheruhr. Kein Statussymbol, sondern ein Werkzeug für Menschen, die eine robuste Automatik wollten, ohne den Aufpreis eines großen Schweizer...
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Wenn eine Damenuhr Meister heißt
Ebel ist eine der älteren Schweizer Manufakturen. Gegründet 1911 in La Chaux de Fonds, vom Ehepaar Eugène Blum und Alice Lévy. Sie nannten ihr Haus nach den Anfangsbuchstaben ihrer Namen. E B E L. Die ersten Jahrzehnte produzierten sie Werke, die andere unter ihrem eigenen Namen einbauten. Bewertungen kamen langsam,...
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Die Geburtsstunde der Armbanduhr.
Die Armbanduhr ist jünger, als die meisten denken.Es gab eine Zeit, da trug ein Mann seine Uhr in der Tasche. An einer Kette, in der Weste, nah am Herzen und weit weg von der Hand. Die Uhr am Handgelenk galt als Sache der Frauen, als Schmuck, nicht als Werkzeug. Diese...
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Die leiseste Art, eine große Uhr zu tragen.
Es gibt Marken, die man trägt, damit andere sie sehen. IWC ist nicht eine davon.Die International Watch Company sitzt in Schaffhausen, am Rhein, weit weg vom Genfer Glanz. Ihr Leitspruch lautet Probus Scafusia, bewährte Schaffhauser Arbeit. IWC war immer die Uhr der Kenner, der Ingenieure, der Menschen, die wissen, was...
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Mit dem Siegel des Hauses
An ihrem Bandsteg hängt ein kleines Schmuckstück, das fast niemand mehr kennt. Eine goldene Medaille mit dem achtzackigen Stern, der das Wahrzeichen von Junghans ist, durchbohrt von einer schwarz-gelb gezwirbelten Kordel. Sie heißt im Fachjargon Plombe, oder einfach Siegel. Sie wurde damals an jede Uhr gehängt, die das Haus Junghans...
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Die Junghans Handaufzug, oder: die deutsche Uhr, die nicht aus Glashütte kommt
Wenn man im Westen über deutsche Uhrmacherei spricht, fallen meist Namen wie Lange und A. Lange & Söhne. Wer in den letzten hundertfünfzig Jahren tatsächlich die meisten Uhren in Deutschland produziert hat, war aber Junghans. Gegründet 1861 in Schramberg im Schwarzwald, war Junghans um 1900 die größte Uhrenfabrik der Welt...
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DRGM, oder: was ein Stempel über Geschichte sagt
Auf dem Gehäuseboden steht eine kleine Inschrift, die fast niemand mehr lesen kann. Vier Buchstaben, ein Punkt. DRGM. Sie bedeuten Deutsches Reichs Gebrauchsmuster. Es ist ein Schutzrecht, das es so seit 1945 nicht mehr gibt. Wer diese vier Buchstaben in das Metall einer Uhr graviert hat, hat es vor dem...
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Junghans J93. Die leise Größe.
Es gibt Uhren, die schreien. Diese gehört nicht dazu.Junghans war in den fünfziger und sechziger Jahren die größte Uhrenfabrik der Welt. Nicht die teuerste, nicht die lauteste. Die größte. In Schramberg, mitten im Schwarzwald, verließen jeden Tag tausende Uhren die Werkbänke, und die meisten davon sahen aus wie diese hier....
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Aus Schwenningen, nicht aus Genf
Es gab einmal eine deutsche Stadt, die das war, was Genf für die Schweiz ist. Sie hieß Schwenningen, lag im Schwarzwald, und in ihren Werkstätten wurden in den fünfziger Jahren mehr Uhren gebaut als in irgendeinem anderen Ort Deutschlands. Kienzle, gegründet 1822, war ihr größter Name. Sie machten Wanduhren, Standuhren,...
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Longines Quartz
Die Schweiz war Anfang der achtziger Jahre fast verloren geglaubt. Die Japaner hatten gezeigt, dass eine Uhr nicht mehr ticken muss, sondern summen darf, und die Schweizer Industrie, die jahrhundertelang das Tempo der Welt vorgegeben hatte, fand sich plötzlich in der Rolle des Nachzüglers. Longines, gegründet 1832 in Saint Imier,...
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Longines Quartz
Die Schweiz war Anfang der achtziger Jahre fast verloren geglaubt. Die Japaner hatten gezeigt, dass eine Uhr nicht mehr ticken muss, sondern summen darf, und die Schweizer Industrie, die jahrhundertelang das Tempo der Welt vorgegeben hatte, fand sich plötzlich in der Rolle des Nachzüglers. Longines, gegründet 1832 in Saint Imier,...
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Eine Uhr aus dem Jahr 1940
Sie wurde 1940 in einer Schweizer Werkstatt gebaut. Wir wissen das, weil ein Händler vor langer Zeit ein kleines Etikett auf den Gehäuseboden geklebt hat, mit Bleistift beschriftet. ca. 1940. Daneben der Preis, in einer Währung, die es nicht mehr gibt. 295 Mark. Sie war ein gebrauchtes Stück, als sie...
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Die Form folgt dem Handgelenk
1967 saß Raymond Thurler im Designbüro von Omega in Biel und stellte sich eine Frage, die bis dahin niemand laut gestellt hatte. Warum ist eine Armbanduhr rund? Das Handgelenk ist nicht rund. Es ist oval, manchmal flach, manchmal breiter als hoch. Eine Uhr, die wirklich auf der Haut sitzt, müsste...
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Genève, Skopje, hier
Auf dem Zifferblatt steht das Wort, das fast alles über sie sagt. Genève. Sie wurde dort gebaut, in der Stadt, die für die Schweizer Uhrenindustrie das ist, was Florenz für die Renaissance war. Eine Adresse mit Geschichte, eingraviert in Stahl. Aber das Wort sagt nicht alles. Es sagt nur, wo...
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Die Omega Genève Dynamic, oder: der Charme einer abgelehnten Form
Die Genève Dynamic wurde 1968 als Antwort entworfen auf ein Problem, das niemand wirklich hatte: dass runde Uhren angeblich nicht ergonomisch sind. Der Designer Raymond Thévenaz schlug vor, das Gehäuse leicht ovalisiert zu fertigen, mit fest verschraubtem Boden, Aufzugskrone in Linie mit der Hauptachse und einem Band, das in den...
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Die Omega Seamaster f300 Hz, oder: was zwischen Mechanik und Quarz lag
Diese Uhr summt. Wer sie ans Ohr hält, hört ein leises, gleichmäßiges Brummen. Es ist die Stimmgabel im Inneren, die dreihundert Mal pro Sekunde schwingt. Das ist keine Mechanik im klassischen Sinne und kein Quarz. Es ist das, was dazwischen lag: eine Brückentechnologie, an die die gesamte Schweizer Uhrenindustrie kurz...
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Die Omega Taschenuhr von 1927, oder: hundert Jahre und sie tickt
Das ist hundert Jahre her. Die Uhr, die hier liegt, wurde Ende 1926 oder Anfang 1927 im Werk von Omega in Biel gefertigt, in einer Schweiz, die noch keinen Zweiten Weltkrieg gesehen hatte, in einem Europa, das noch unter den Folgen des Ersten litt. Sie ist hundert Jahre alt und...
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Die Omega Taschenuhr von 1931, oder: das vergoldete Werk durch die Weltwirtschaftskrise
Vier Jahre nach unserer letzten Omega-Taschenuhr und die Welt hatte sich verändert. 1931 war Deutschland mitten in der Weltwirtschaftskrise, die Schweiz war eingekreist von politischer Instabilität, und in Biel wurde gerade dieser Mechanismus zusammengebaut. Eine Omega-Taschenuhr aus dem Jahr 1931 ist nicht nur ein Zeitmesser. Sie ist eine Maschine, die...
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Aus Moskau, mit Geduld
Es gab eine Zeit, in der eine Uhr nicht nur eine Uhr war, sondern auch eine politische Aussage. Wer in den sechziger Jahren in der Bundesrepublik eine Poljot trug, der zeigte etwas, ohne ein Wort zu sagen. Er hatte eine Uhr aus dem anderen Deutschland, oder genauer, aus dem Land...
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Die meisten Uhren altern. Diese weigert sich.
Die meisten Uhren altern. Diese weigert sich.Rado ist die Marke, die alles auf das Material gesetzt hat. Während andere Hersteller Komplikationen jagten, jagte Rado die Härte. Die DiaStar war in den sechziger Jahren die erste kratzfeste Uhr der Welt, und Rado hörte nicht auf, bis ihre Gehäuse aus Hightech-Keramik bestanden,...
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Drei Jahre Zukunft
Zwischen 1969 und 1975 versuchten die Schweizer Uhrenhersteller etwas, das in der langen Geschichte ihrer Industrie eine seltsame Episode darstellt. Sie versuchten, elektronisch zu sein. Nicht ganz Quartz, das war noch zu jung, zu teuer, zu fremd. Aber auch nicht mehr ganz mechanisch. Eine Hemmung, angetrieben von einer Batterie, eine...
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Die Seiko 5, oder: die meistverkaufte mechanische Uhr aller Zeiten
Es gibt mechanische Uhren, die als Sammlerstücke konzipiert sind, und es gibt mechanische Uhren, die einfach funktionieren sollten. Die Seiko 5 wurde 1963 in die zweite Kategorie eingeführt. Sie war von Anfang an für den Träger gedacht, nicht für die Vitrine. Über zwanzig Millionen Stück verkauft, in zahllosen Varianten produziert....
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Die Seiko 6309-7040, oder: warum ich Taucheruhren ernst nehme
Eine Taucheruhr, die nie tauchen wird. So beschreibt der Markt die meisten Stücke dieser Referenz heute, und der Markt hat damit nicht ganz unrecht. Niemand, der eine Seiko 6309 aus dem Jahr 1978 für hundertfünfundsechzig Euro kauft, plant einen Tauchgang auf zwanzig Meter. Die Dichtungen sind nicht mehr neu, das...
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Die Stille aus Tokio
Am 25. Dezember 1969 stellte Seiko in Tokio eine Uhr vor, die alles veränderte. Sie hieß Astron. Sie war die erste Quarzarmbanduhr der Welt. Sie kostete so viel wie ein kleiner Toyota. Und sie ging genauer als alles, was die Schweiz in ihren besten Jahrzehnten gebaut hatte. Niemand wusste damals,...
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Tokio schaute nach Genf
In den achtziger Jahren machte Seiko etwas, das in der Schweiz nie gemacht worden wäre. Sie nahmen das Aussehen der teuren Schweizer Uhren, kopierten es ohne Scham, und verkauften das Ergebnis für ein Zehntel des Preises. Die Datumslupe, die Rolex 1953 erfunden hatte, das geriffelte Goldring um das Zifferblatt, das...
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Die unaufgeregte Wahl.
Manchmal ist die beste Wahl die unaufgeregte.Seiko baut seit Jahrzehnten die ehrlichste Automatik der Welt. Keine Uhr, über die man spricht, um zu beeindrucken, sondern eine, die man trägt, weil sie einfach funktioniert. Das Kaliber 4R35 ist genau das. Ein Automatikwerk mit Handaufzug und Sekundenstopp, robust, unkompliziert, gemacht für jeden...
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Die Swatch Musicall, oder: die Uhr, die die Schweiz gerettet hat
Bevor wir über diese Uhr sprechen, eine Tatsache: Swatch hat die Schweizer Uhrenindustrie gerettet. In den späten 1970ern und frühen 1980ern war die Schweizer Mechanik tot. Quartz aus Japan kostete fünf Dollar, Schweizer Mechanik kostete fünfhundert. Die Konsequenz war klar. 1983 brachte ein Mann namens Nicolas Hayek eine Antwort: eine...
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Die Eleganz der Neunziger.
Die Neunziger hatten ihre eigene Form von Eleganz. Laut, selbstbewusst und aus Stahl.Die S/EL war 1987 die erste Kollektion, die TAG Heuer komplett unter dem eigenen Namen entwickelte. S/EL stand für Sport und Eleganz, und genau zwischen diesen beiden Polen wollte die Uhr leben. Ihr Erkennungszeichen war das integrierte Armband...
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Creme ist die freundlichste Art, formell zu sein.
Creme ist die freundlichste Art, formell zu sein.Tissot trägt seit 1853 eine Jahreszahl im Namen und hat sich nie geschämt, Schweizer Uhren für Menschen zu bauen, die kein Vermögen ausgeben wollen. Die Linie Tradition ist genau das. Eine formelle Uhr, die mehr Haltung zeigt, als ihr Preis vermuten lässt.Das Zifferblatt...
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Eleganz muss nicht teuer sein.
Eleganz muss nicht teuer sein.Tissot trägt seit 1853 eine Jahreszahl im Namen, und die Marke hat sich nie geschämt, Schweizer Uhren für Menschen zu bauen, die kein Vermögen ausgeben wollen. Die Linie Tradition ist genau das. Eine ehrliche, formelle Uhr, die aussieht, als hätte sie mehr gekostet, als sie es...
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Die Universal Polerouter: Genfs vergessenes Meisterstück
Es ist möglich, dass Gérald Genta nie eine wichtigere Uhr entworfen hat als die Polerouter. Das ist eine steile Aussage, weil derselbe Mann später die Royal Oak und die Nautilus zeichnete, und beide sind heute Ikonen, über die mehr geschrieben wurde als über den Mann selbst. Aber die Polerouter war...